30.08.2011

„Woche der Naturwissenschaften“ unter dem Motto „Bewusst ER leben“

„Bewusst ER leben“ lautet das Motto der diesjährigen Woche der Naturwissenschaften, die dieses Jahr gemeinsam vom Bildungsministerium und der Landeshauptstadt Saarbrücken veranstaltet wird. Offiziell eröffnet wurde die Veranstaltung, die bereits zum siebten Mal stattfindet, von Bildungsminister Klaus Kessler, Erik Schrader von der Landeshauptstadt Saarbrücken und von Universitätspräsidenten Prof. Dr. Volker Linneweber am 29.08.2011 um 16 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum St. Johann in Saarbrücken.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Gesundheitsforschung. Zahlreiche Aussteller, von der Universität des Saarlandes bis zum Verband der Metall- und Elektroindustrie veranschaulichen an ihren Exponaten, wie Gesundheitsforschung funktioniert. Die Fachrichtung Bioinformatik zeigt unter dem Stichwort „Moleküldesign“ wie sich Medikamente am Computer entwickeln lassen. Mithilfe der Software BALLView soll die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigt werden. Forscher und Pharmazeuten können so in die virtuelle Welt von Molekülen eintauchen, diese bearbeiten und miteinander diskutieren. Durch die bessere räumliche Darstellung der Moleküle lässt sich der Wirkstoff schneller und leichter finden, der wie ein Schlüssel in das so genannte Rezeptor-Molekül im Körper passt.

Das Team um Prof. Dr. Jens Krüger, Forscher am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Projektleiter am Intel VCI, präsentiert ihr Projekt „Skalierbare Visualisierung medizinischer Daten“. Die Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, mit dem man am Computer Bilder blitzschnell in 3D darstellen und auch verändern kann. Mit diesen Aufnahmen, die mittels Computer- und Magnetresonanztomografie aufgenommen wurden, lässt sich ein Knochen näher betrachten. Haut und Gefäße bleiben dennoch sichtbar und lassen sich räumlich exakt zuordnen.

Mit dieser Ausstellung sollen vor allem junge Menschen praxisnah an Technik und Naturwissenschaften herangeführt werden. Die Ausstellung ist täglich bis 3. September zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.